Was kostet Datenmanagement?

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Zu Beginn eines neuen Projektes wird immer wieder die Frage nach Kosten laut. Vor allem das Datenmanagement wird oftmals als Kostenfaktor unterschätzt. Doch was sind die Kostentreiber und welche Punkte muss eine realistische Kalkulation beinhalten?
Gefragt 17, Feb 2015 in Vorbedingungen von bialkem

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Grundsätzlich müssen für eine valide Kostenplanung folgende 4 Fragen geklärt werden:

  1. Wie lange soll das Projekt laufen?
  2. Wie lange soll das Datenmanagement nach Projektende fortbestehen und in welchem Umfang? (einfache Datenspeicherung oder Betrieb einer Transferstelle)
  3. Welche Datenmengen sollen über diesen Zeitraum gespeichert werden? (einfache Formulardaten erfordern weitaus weniger Speicher als Bild- oder sogar MRT-Daten)
  4. Welchen Funktionsumfang soll das Datenmanagement haben und welche Systeme werden für dessen Realisierung benötigt? (Zentrale oder dezentrale Datenhaltung, eCRF und/oder Laborgeräte, Bioproben, Treuhandstelle, Transferstelle zur Datenbereitstellung, zusätzliche organisatorische und personelle Maßnahmen für Datenschutz und IT-Sicherheit)

Steigender Funktionsumfang und hohe Ansprüche an die Verfügbarkeit des Systems, Datenschutz und IT-Sicherheit beeinflussen natürlich die Kostenschätzung.

Neben den alleinigen Anschaffungskosten für Hard- und Software für die grundlegende Datenmanagement-Infrastruktur (Bladecenter, Serverbaldes, Virtualisierungssoftware, Betriebssysteme, Datenbankmanagementsoftware, LoadBalancer, etc.), sowie Backup und Storage Technik (StorageServer, Speicher, TapeLibrary, Bandlaufwerke) sind die erforderlichen Software-Lizenzen und der notwendige Support für Hard- und Software wahre Kostentreiber.

Gleichzeitig müssen Personal-, Wartungs- und Betriebskosten (Strom, Klima-Anlagen, USV, Miete für Rackspace) in die Kalkulation einfließen.

Auch nach dem Auslaufen eines Projektes, sollen die gesammelten Daten weiterhin zur Verfügung stehen (siehe DFG-Empfehlungen und GEP). Bandlaufwerke müssen erneuert, Software-Lizenzen aktualisiert und Support-Verträge verlängert werden. Generell ist damit zu rechnen, dass Supportkosten mit jedem Gerätejahr exponentiell steigen.

Beantwortet 17, Feb 2015 von bialkem
ausgewählt 22, Mai 2015 von bialkem

Institut für Community Medicine · Universitätsmedizin Greifswald

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